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Lee Falk, * 28.04.1911 in St. Louis, Missouri, USA; gest.13.03.1999 in New York City                                                                        

Lee Falk und der Zeichner Ray Moore kreierten das Phantom.

Der 1. Comicstrip wurde in den USA am 17.02.1936 veröffentlicht, womit das Phantom der 1. maskierte Comicheld war.

Der Herrscher der Totenkopfhöhle besitzt 2 Identitäten, einmal die des maskierten unerbittlichen Verbrecherjägers und die des zivilen Mannes mit Hut, Sonnenbrille und langem Mantel. 

Die Geschichten handeln davon, dass 1525 alles damit begann, das ein britisches Handelsschiff von Singh-Piraten überfallen wurde.

An Bord befand sich auch Sir Christopher Standish, der als Schiffsjunge auf der Santa Maria anheuerte um mit Christoph Columbus nach Amerika zu segeln. 

Aber Piraten metzelten das Schiff nieder und brannten es dann ab.

Nur einer Überlebte das Blutbad, Sir Christopher Standish.

Halbtot rettete er sich an die Küste und wurde dort an den Strand gespült. Freundliche Pygmäen fanden Ihn und trugen Ihn in die tiefen Wälder. Dort pflegten Sie Ihn wieder gesund. Eines Tages fand Kit am Strand die angeschwemmte Leiche eines Piraten, der die Kleidung seines Vaters trug.

Voller Rache schwor Kit auf den Schädel des Piraten Rache.
Er gelobte den Verbrechern dieser Welt ewige Rache und er werde jeden zur Verantwortung ziehen der für das Böse ist.

Auch seine Nachfahren wollte er so erziehen, dass Sie ihn in dieser schweren Mission folgten und als Erzengel gegen das Böse den Kampf auf sich nahmen.

Als Kit starb, übernahm sein erwachsener Sohn die Aufgabe des maskierten Phantoms.

Dieser begann nun seinerseits mit dem Kampf gegen alles Böse dieser Welt. Das jetzige Phantom, das 1936 geboren wurde ist das 20. seiner Ahnenreihe.

1981 wurde das 21. Phantom geboren, natürlich mit dem Namen Kit.

Außerdem heißt der Familienname schon längst nicht mehr Standish, sondern Walker.
Die Pygmäen nennen Ihn respektvoll wandelnder Geist.
Unsterblichkeit erreichte das Phantom, in dem es wenn ein Phantom starb, sein Nachfahre das Erbe sofort antrat. 

Das Phantom lebt in seiner Totenkopfhöhle.
Sein Bester Freund ist Guran, ein Pygmäenhäuptling.
An seiner Seite kämpft Hero, sein treues Pferd und Devil der Wolf.

Phantom heiratete sogar seine Langzeitfreundin Diana Palmer (Bastei-Band 100).

Diese schenkte Ihm 2 Kinder, einen Sohn Kit und eine Tochter Heloise.

Das Phantom lebt und erlebt, laut Lee Falk, seine meisten Abenteuer in „Bengal“. Dieses Bengal ist nichts anderes als die indische Provinz Bengalen, die in Bangla Desch und West-Bengalen gespalten ist. Nun teilt sich die Bevölkerung Lee Falks Bengal ethnisch in zwei etwa gleichgroße Gruppen. Da sind einmal die in den Bergen lebenden indischen Potetaten und deren durchweg indo-arische Untertanen. Die Urwälder und die Küstenstriche werden dagegen von negroiden Volksgruppen besiedelt, die in typischen afrikanischen Stammesverbänden zusammenleben.

Außerdem natürlich noch die Pygmäen, die sehr stark den gleichartigen Kongolesen ähneln. In der Hauptstadt „Morristown“ leben zusätzlich noch eine nicht unbeträchtliche Anteile an weißer Bevölkerung.

Dieses bunte Völkergemisch lässt vermuten, dass Lee Falk nicht das Bengalen gemeint haben kann, das man in Atlanten finden kann. Andererseits gibt es auf unserer Erde eine Insel, die der Insel des Phantoms recht nah kommt; die große Insel Madagaskar an der Ostküste Afrikas. Die Insulaner setzten sich tatsächlich aus zwei etwa gleichgroßen Anteilen afrikanischer und indischer Volkselemente zusammen.

Damit man sich den Spaß am Comiclesen nicht verdirbt, sollte ich aber besser aufhören, die Orte zu lokalisieren. Denn die Entscheidung und damit die Feststellung der Unmöglichkeit, wirkt entmystifizierend und die geheimnisvolle Spannung geht auch verloren. Wir befinden uns eben beim Lesen auf einem anderen Planeten, in den man sich gut reinlesen kann.

In Deutschland tat man sich allerdings mit der Adaption ausländischer Comics seit jeher etwas schwer. Probleme waren anscheinend häufig die Namen und Begriffe der imaginären Landschaften und Orte, die man auf keiner Landkarte findet.

Warum man die vom Comicautor vorgegebenen Angaben nicht übernahm, bleibt ein Geheimnis.
Besonders Lee Falks Bengal schien ein großes Problem darzustellen.

Die deutschen Comicmacher gaben eigene Namensgebungen dafür ab.

Bengali im Aller Verlag
Gangalla im Kelter Verlag
Bengali und Bangala im Bastei Verlag
Bengalen im Moewig Verlag

Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass es zum Großteil übernommen wurde, so wie es im Original war.

Es war für die Phantomcomics ein Glücksfall, dass Lee Falk und Ray Moore sich trafen. Lee Falk war der Texter und Ray Moore hauchte dem Comic „leben“ ein. Phantom war kein ernster verschlossener Typ, sondern es kam nicht selten vor, dass er auch mal herzhaft lachte. Moores kraftvoller Held war eben menschlich und scheute sich nicht, auch mal Gefühle zu zeigen. Moore gelang es aber trotzdem, den mystischen Stil zu finden, der für  das Phantom vonnöten war. Phantom agierte aus dem Hintergrund, ohne dabei hinterhältig zu sein und verschwand dabei genau so wie er kam. Ray Moore gelang es überzeugend das Phantom darzustellen.

1942 gab es eine tragische Wende, als Ray Moore einen Unfall hatte, von dem er sich nie so recht erholen sollte. Er hatte aber einen guten Assistenten gefunden, der ab 1947 ganz die Phantom Geschichten zeichnete. Wilson McCoy setzte Phantom dort fort, wo Ray Moore aufgehört hatte. Ende 1961 verstarb auch Wilson McCoy, nachdem er das Phantom bis dahin zeichnete. Danach übernahm Sy Barry das Zeichnen des Phantoms. Sy Barry modernisierte das Phantom und mit dem Farbigen Luaga, wurde erstmals ein Schwarzer, Präsident der Republik. Auch die Dschungelpatrouille (von Phantom ins Leben gerufen) erhielt einen farbigen Befehlshaber. Colonel Weeks ging in Pension und Colonel Worobu nahm seinen Platz ein. Der Oberbefehlshaber blieb natürlich das Phantom. Colonel Worobu erfuhr natürlich nicht, wer der Kommandant ist und wer die Befehle gab und wie sie in den Safe kamen. Noch niemanden ist es geglückt, das Geheimnis des Stollens zu lüften. Sy Barry zeichnete das Phantom sehr gut, doch man sollte anmerken, dass er den Comic sehr klar und glatt zeichnete, wobei der einzigartige „Flair„ verloren ging.

In Deutschland erschien das Phantom wie das Original zuerst in der Tageszeitung. Die Hamburger Morgenpost veröffentlichte 1949 die ersten Comics. Im Januar 1951 veröffentlichte dann die Frankfurter Nachtausgabe die nächsten Phantom-Strips. Die Hamburger Morgenpost zeigte eine ganze Seite mit Phantom Comics und auch andere Comichelden. Sie gaben Ihnen die Chance sich zu etablieren.                                                                                       

In Österreich erschien Phantom in der Kronenzeitung ca. um 1977.
Im April 1952 gab es dann das erste Phantom-Heft in Deutschland.

ÜBERSICHT: 

Titel: Phantom-Heft
Verlag: Aller Verlag
Jahr: Apr. 1952 – Apr. 1955
Zeichner: Moore, McCoy
Heft-Nrn.: 1952: 1-10, 1953: 1-26, 1954: 1-11, 1955: 1-2
Grösse: Ca. 18.5cm x 25.5cm

Phantom findet Ihr jeweils in folgenden Heften:
   1952: 1, 6-10
   1953: 1-3, 5, 7, 9, 11, 13, 15-19, 21, 23, 25
   1954: 1-4, 5, 6-11
   1955: 1-2
Alle Hefte wurden nachgedruckt vom Hethke Verlag.


Titel: Buntes Allerlei
Verlag: Aller Verlag
Jahr: Jan. 1953 – Aug. 1954
Zeichner: Moore, McCoy
Heft-Nrn: 1-47 (1953), 1-17 (1954)
Grösse: Ca. 18cm x 25cm

Phantom-Comic (je 2 Seiten!) findet Ihr jeweils in den Heften Nr. 1 bis 42 des Jahrsgangs 1953.
Alle Hefte wurden nachgedruckt vom Hethke Verlag.


Titel:
Verlag: Phantom
Semic Press    
Jahr: Oct. 1966 – May. 1969
Zeichner: McCoy, Barry
Heft-Nrn.: 26
Grösse: Ca 17cm x 26cm 


Titel: Mandra
Verlag: Semic Press
Jahr: 1967-1968
Heft-Nrn.: 6
Grösse: Ca. 17cm x 26cm
Phantom findet Ihr in den Heften Nr. 1 und 2. 


Titel: Blitz Gordon
Verlag: Semic Press
Jahr: 1967-1968
Heft-Nrn.: 6
Grösse: Ca. 17cm x 26cm

Phantom findet Ihr in den Heften Nr. 2 und 3.


Titel
Verlag: Comics-weltbekannte Zeichenserien
Carlsen Verlag    
Jahr: 1971-1975
Zeichner: Barry, Moore, McCoy
Heft-Nrn.: 8 (Heft Nr. 6 gibt es nicht!)
Grösse: Ca. 24cm x 34cm
Phantom findet Ihr in den Heften Nr. 1, 2 und 5.


Titel
Verlag: Super
Moewig Verlag      
Jahr: Nov 1971 - May 1973
Zeichner: Moore, Barry
Heft-Nrn.: 18
Grösse: Ca. 21.4cm x 29cm
Phantom findet Ihr in den Nr. 8 und 16


Titel: Kelter Abenteuer    
Verlag: Kelter Verlag
Jahr: 1974-1976
Heft-Nrn: Nicht bekannt (Phantom: 15)
Grösse: Ca. 11.5cm x 18cm

!Diese Taschenbücher enthalten keine Comics!


Titel: Phantom    
Verlag: Bastei Verlag
Jahr: Jul 1974 - Aug 1983
Zeichner: Nicht bekannt
Heft-Nrn.: 238
Grösse: Ca. 21.5cm x 29cm


Titel: Phantom Taschenbuch (dick!)    
Verlag: Bastei Verlag
Jahr: 1976-1979
Artist: Nicht bekannt
Buch-Nrn: 15
Grösse: Ca. 13cm x 18cm


Titel: Topix        
Verlag: Bastei Verlag
Jahr: 1976-1978
Zeichner: Barry
Heft-Nrn.: 29
Grösse: Ca. 21.3cm x 28.9cm

Phantom findet Ihr in den Heften Nr.  7, 11 und 23.


Titel: Phantom-Special
Verlag: Bastei Verlag
Jahr: Feb 1980 - Jan 1982
Zeichner: Nicht bekannt
Heft-Nrn: 49
Grösse: Ca. 18.1cm x 26.1cm
                                                                                                                 
Titel: Phantom Taschenbuch (dünn)    
Verlag: Bastei Verlag
Jahr: May 1980 - Nov 1984
Zeichner: Nicht bekannt
Heft-Nrn.: 1-25
Grösse: Ca. 13cm x 18cm


Titel: Sprechblase
Verlag: Hethke Verlag
Jahr : May 1976 – läuft noch
Zeichnere: Moore
Heft-Nrn.: Zur Zeit 191 (Juni 2003)                                                                                      Grösse: Ca. 21cm x 28.5cm
Phantom findet Ihr in den Nr. 11, 14, 15, 16, 18, 20, 22, 26, 29, 30, 32, 33, 35, 37, 135 und 158.


Titel: Phantom    (Buch)
Verlag: Hethke Verlag
Jahr: 1982
Zeichner:Moore                                                                                                     Buchnummern:1
Grösse: Ca. 21cm x 30.5cm


Titel: INCOS (Comicbücher)
Verlag: Hethke Verlag
Jahr: 1996 und 1997                                                                                                            Auflage: Heft 1 und 2 je  200 Stück, Heft 3 und 4 je 160 Stück                                                        Buch-Nrn.: 4  
Zeichner: McCoy 
                                                                                                                     
Titel: Abenteuer Album                                                                  Verlag: Americana München                                                            Jahr: ?                                                                                                                             Auflage: nicht bekannt                                                                                                  (insgesamt: 479 Phantomhefte in Deutschland)                                                                                               
Für Preisangaben schaut in den Comicpreiskatalog, den bekommt Ihr in jedem Buchhandel, ISBN-Nr.: 3-89207-9773 ? oder auf www.comicguide.com

(© MiNi, 05.Sept.2006)